Renovierung & Anbau

Jugendheim (vor Renovierung)

Im Jahre 2000 befassten sich Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat mit dem baulichen Zustand des Jugendheimes. In einem ausführlichen Schreiben an das Bischöfliche Ordinariat wurde auf die Notwendigkeit der Renovierung und der Umgestaltung des Hauses, hauptsächlich wegen der schlechten klimatischen Verhältnisse und des enorm hohen Energieverbrauchs, hingewiesen. Darauf stimmte das BO der Maßnahme zu - allerdings unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit.

Durch die räumliche Umgestaltung (Lage der Küche und Toiletten) stand nicht mehr genügend Raum für die bis dahin bereitgestellten Jugendräume mit allgemeinem Zugang zur Verfügung. Nach Gesprächen mit der Zivilgemeinde Nentershausen einigte man sich auf eine Zusammenarbeit bei der Errichtung dieser Jugendräume.

Im Zuge der Kostenermittlung kam die Überlegung, anstatt des Umbaues und der Renovierung einen Neubau zu erstellen. Die Zivilgemeinde Nentershausen hätte in diesem Fall das gegenüberliegende Grundstück zur Verfügung gestellt. Nach Abschluss eines Planungswettbewerbes zeigte sich jedoch, dass die Kosten für einen Neubau mit dem jetzigen Raumangebot teurer geworden wären. Hinzu kamen die Kosten für den Abriss des alten Hauses und die Gestaltung und Unterhaltung des Platzes.

Wie hoch der Stellenwert des Jugendheimes in der Pfarr- und Zivilgemeinde ist, zeigte sich darin, dass durch verschieden Aktionen bei der Finanzierung mitgeholfen wurde. Besonders ist hier die Mithilfe der Vereine und Einzelpersonen bei der Ausrichtung der Kirmes 2002 zu erwähnen. Es waren 300 Helfer und Helferinnen an diesen Tagen im Einsatz.

Der wirkliche Durchbruch zur Finanzierung des Anteils der Kirchengemeinde kam erst durch einen Erbnachlass und eine mehr als großzügige Privatspende. Bis die endgültige Finanzierung stand, bedurfte es noch vieler Gespräche mit dem Bischöflichen Ordinariat und der Zivilgemeinde. Der Zuschuss der Zivilgemeinde diente einzig dem Anbau für einen zusätzlichen Jugendraum.

Als letztendlich immer noch ein "Loch" in der Finanzierung klaffte, half neben einigen Streichungen nur noch eine gewaltige Eigenleistung. Unter Anderem halfen Männer und Jugendliche unentgeltlich bei den Abrissarbeiten und beim Verlegen der Fliesen. Im Laufe der Renovierung erarbeiteten zwei Herren im (Un-)Ruhestand alleine einen Gegenwert von über 40.000 Euro.

Der Westerwaldkreis und der Vereinsring Nentershausen haben sich mit jeweils 2.500 Euro an den Kosten für die Jugendräume beteiligt. Die Katholische Frauengemeinschaft hat eine großzügige Spende zur Einrichtung der Küche geleistet.

Die Einsegnung des "neuen" Jugendheimes durch Pfarrer Scheungraber war am 07. März 2010 und offizielle Schlüsselübergabe am 02. Mai 2010.