St. Kilian

Geschichte

Die Vorgängerin der heutigen Filialkirche in Nomborn, eine kleine Kapelle, wurde um 1150 erbaut. Durch zahlreiche bauliche Veränderungen wurde allerdings der damalige romanische Stil verwischt und es ist heute durch weitere Renovierungen kein einheitlicher Baustil mehr feststellbar. Lediglich der Chorraum verrät noch romanischen Einschlag. Mit dem Laufe der Jahrhunderte genügte auch die Nomborner Kapelle nicht mehr den gesteigerten Anforderungen.

Bauliche Veränderungen wurden nötig, als 1903 der Turm starke Risse zeigte und entfernt werden musste. In den Jahren 1905, 1906 und 1908 wurden weitere Umbauarbeiten für 10.000 Mark vorgenommen, bei denen auch die Friedhofsmauer befestigt wurde und die alte Kapelle einen neuen Anstrich erhielt. 1950 wurden umfangreiche Arbeiten begonnen, wodurch zusätzlich zahlreiche Plätze hinzugewonnen wurden. Da aber nach Expertisen des Diözesan- und Landeskonservators an der alten Kirche nichts verändert werden durfte, baute man in Kreuzform an, fügte nach Süden ein Langschiff an und an die Nordseite im Halbrund eine Apsis, den Altarraum. Es entstand so eine wohlgelungene Verschmelzung des neuen Werkes mit der alten Kapelle.

Durch einen weiteren Umbau 1965 hat die dem heiligen Kilian geweihte Kirche noch wesentlich gewonnen und wurde ein würdiges Gotteshaus, als ein Jahr später eine unter erheblichem finanziellen Einsatz der Gemeindemitglieder erworbene Orgel das ausgediente Harmonium ablöste.

Patronat

Der irische Wanderbischof Kilian kam mit seinen Begleitern, dem Priester Kolonat und dem Diakon Totnan, im 7. Jahrhundert nach Würzburg. Nach einem Bericht, der ums Jahr 840 abgefasst wurde, kam es zu einem Konflikt mit der in Würzburg ansässigen, christlich gewordenen Herzogsfamilie, weil Kilian dem Herzog gegenüber auf der Beachtung des kirchlichen Eherechts bestand. Um 689 wurde Kilian mit seinen beiden Begleitern im Auftrag der Herzogin ermordet. Seine Reliquien wurden 722 aufgefunden und 788 in Gegenwart Karls des Großen in den Würzburger Salvatordom (heute Neumünster) überführt.

Gedenktag: 08. Juli